Die erste Strecke
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Fahrzeuge für die Stadtbahn

Noch ist nicht klar, welche Fahrzeuge auf der ersten Stadtbahnlinie rollen sollen. Sicher ist nur: Es werden behindertengerechte Niederflurzüge und über das Aussehen sollen Hamburgs Bürger entscheiden.
14 Züge (plus Reserve) werden für einen Fünf-Minuten-Takt auf der ersten Stadtbahnstrecke benötigt. Welche Fahrzeuge gekauft werden sollen steht noch nicht fest. Zur Zeit kämpfen rund zehn Straßenbahn-Hersteller in einem Ausschreibungsverfahren um den Auftrag. Eine Entscheidung wird für das Jahr 2011 erwartet.
Sicher ist bisher nur, dass die Hamburger Stadtbahnzüge komplett niederflurig sein sollen. Das heißt: Die Züge benötigen keine Bahnsteige sondern sind vom Fußweg aus quasi stufenlos erreichbar. Einstiegstüren auf beiden Seiten der Wagen sorgen dafür, dass die Züge am Linienende ohne lästige Wendescheifen die Richtung wechseln können.

(Stadtbahn in Nizza / Frankreich)
Stadt plant Kauf von zwei verschiedenen Zugtypen
Die Stadtentwicklungsbehörde plant offenbar die Anschaffung von zwei verschiedenen Fahrzeugtypen. Die ersten Fahrzeuge sollen rd. 37 Meter lang sein und vor allem auf der Pilotstrecke zum Einsatz kommen.
Später sollen dann noch 46 Meter lange Züge hinzukommen, die auf besonders stark belasteten Strecken (z.B. Grindelallee) zum Einsatz kommen sollen. Beide Zugtypen sollen miteinander kuppelbar sein.
Die Breite der neuen Fahrzeuge soll bei 2,65 Metern liegen. Damit sind die Stadtbahnen einige Zentimeter breiter als ein herkömmlicher Bus und bieten sehr viel bessere Sitzplatzverhältnisse.
Insgesamt soll ein Hamburger Stadtbahnzug rund 240 Fahrgäste fassen können. Zum Vergleich: Die XXL-Busse der Hochbahn fassen maximal nur 185 Fahrgäste.
Die Kosten pro Zug sollen bei 2,5 bis 3 Millionen Euro liegen. Über das genau Aussehen der Bahnen sollen die Hamburger Bürger in einem Wettbewerb entscheiden.
Ein Fahrzeugtyp, der weitgehend zu diesen Rahmenvorgaben passt, ist der Bremer Stadtbahntyp "GT8N-1" vom Hersteller Bombardier.
Ein Vertreter dieser Züge hat es sogar schon nach Hamburg geschafft: Im Rahmen einer Werbeveranstaltung wurde eines der Bremer Fahrzeuge am 20. Juni 2010 auf dem Hamburger Jungfernstieg ausgestellt (siehe Bild).

(Stadtbahn Bremen in Hamburg auf dem Jungfernstieg)
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Kommentare (4)

Helmut Krüger, "Buten-Hamburger", Wohnort seit 1994 in Potsdam
said:
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An den vielfältigsten Gründen FÜR eine Straßenbahn ist kein Vorbeikommen. Wenn sie denn genannt werden. Lassen Sie sich nicht in Bochshorn jagen. Wenn es die Straßenbahn nicht gäbe/gibt, sie würde nicht nur ihres vorzüglichen Nutzens, allein schon aus Gründen des Stadtmarketing würde sie erfunden werden. Wohl kein Verkehrsmittel ist so originär mit der Stadt verbunden wie die Straßenbahn, während alle anderen Verkehrsmittel entweder auch woanders fahren - als identitätsstiftend somit schlichtweg ausfallen - oder aber unterhalb des Straßenniveaus oder über die Köpfe hinweg rollen. Seit 32 Jahren fehlt Hamburg etwas und das Ausrangieren aus verkehrspolitisch kurzsichtigen Gründen soll nur für diejenigen dauerhaft bleiben, für die ein Dazulernen eine empfundene Niederlage ist, weil sie an alten, überholten Zöpfen festhalten wollen. Im Vergleich zu einem Bussystem, was nur dann präsent ist, wenn auch ein Fahrzeug zu sehen ist, ansonsten eben nur der Haltestellenmast und -unterstand von ihm kündet, künden von der Straßenbahn Schienen und Oberleitung und das ist auch der wesentliche Grund weshalb Bahnsysteme zehnmal attraktiver sind als eben ein Nahverkehrs-Rumpfsystem wie der Bus. Hamburgs Partnerstadt Dresden hat die Straßenbahn nicht nur erhalten, es hat sich ausgebaut, vor und erst recht nach der Wende, modernisiert, auf den neuesten Stand gebracht und alle Phantasien, die in Richtung Röhre schauen gingen, wurde m.W. ad acta gelegt. In Marseille, das genauso wie nahezu alle französischen Städte der Straßenbahn bis eine einzige übrig gebliebene Linie den Garaus machte, dort rollt über die Cannebierre, die bekannteste Straße die Bahn zu dieser Straße, die Straßenbahn. Frankreich ist überhaupt ein Musterbeispiel sowohl für die Anlagen der Straßenbahn wie auch für die Fahrzeuge. - Organisieren Sie Fahrten nach Frankreich, zwecks eigener Anschauung, Straßenbahn dann als I-Tüpfelchen, holen Sie Seniorenverbände, Verbände von mobilitätsbehinderten und eingeschränkten Menschen mit ins Boot, pardon: in die Straßenbahn, auf dass sie auch in Hamburg fährt und die klaffende Lücke zwischen oft zu groß geratener U-Bahn und dem reinen Ergänzungsverkehrsmittel Bus vortrefflich zu füllen vermag. |
Oktober 07, 2010
holger
said:
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strassenbahn in münchen auch in münchen hat man versucht, der strassenbahn den garaus zu machen , gotteidank ist dieses nicht gelungen , heute baut stillgelegte strecken wieder neu auf , und hat fahrgastzuwächse um bis zu 70 %. man sieht also , das ein vernünftiges strassenbahnsystem ein daseins berechtigung hat , ich hoffe das hamburg wieder ein komplett neues strassenbahnnetz bekommt . am besten in den alten linienführungen , wie vom roedingsmarkt über die landungbrücken nach altona . |
Oktober 17, 2010
Steffen
said:
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... Tja, der SPD-Senat hat damals über Jahrzehnte einen riesen Bockmist geschossen, als sie auf Steuerzahlerkosten diese Netz demontiert haben. |
Dezember 24, 2010
W.K.
said:
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SPD und die Kostenlüge Steffen kann ich nur zustimmen. Die SPD hat einst die Straßenbahn zu Gunsten von erstlinig Daimler Benz Bussen stillgelegt ohne sich für die Kosten dieses Zerstörungswerkes zu interessieren. Jetzt da Hamburg als bundesweit mit Abstand größte Stadt ohne Stadtbahn die Straßenbahn wieder einführen will, kommenn genau aus dieser Partei die Reichsbedenkenträger. Ist das Zufall, wenn man erfährt, dass alleine BMW für 500000 Euro jährlich Autos an Politiker spendet (Ostsee Zeitung von heute), Herr Steinmeier schon fast sagen kann "Wir sind Opel" und das Niedersachsen der Herren Schröder und Gabriel an dem teilstaatlichen VW Konzern beteiligt ist. Es geht nicht um die Kosten, denn jeder weiß, dass die Stadtbahn zukünftig den Stadthaushalt bei gleichzeitiger Verbesserung der Infrastruktur nicht be- sondern entlastet. Es geht alleine darum, dass von den Politikern mit ihren bundesweit mit Stuttgarter Kennzeichen verkehrenden Dienstwagen von Deutschlands größtem Bushersteller, die Spender sich schließlich Gegegenleistungen erwarten. Und diese Gegenleistung ist die Stadtbahn definitiv nicht. Gerade das spricht allerdings von Seiten der Bürger als Nutznießer einer attraktiven Stadt mit gutem Nahverkehr mehr für die Stadtbahn als die vielen Behauptungen autoindustriegesteuerter Politiker. |
Januar 04, 2011
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