Donnerstag, 23. Februar 2012
   
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Aktueller Planungsstand der Stadtbahn in Hamburg

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Die Stadtbahn kommt...erst einmal nicht!
Nachdem der ehemalige schwarz-grüne Senat Ende 2010 das Planfeststellungsverfahren für die erste Strecke angeschoben hatte, hat die atkuelle SPD-Regierung das Projekt im Frühjahr 2011 abgebrochen.
Statt Stadtbahn soll nun das Bussystem zum Modernsten in ganz Europa ausgebaut werden.

Hier sehen Sie noch einmal die ehemalige Planung zum ersten Bauabschnitt zwischen Bramfeld und Winterhude.

Einige Computersimulationen zum Verlauf der Strecke sehen Sie hier.

Die Fakten zum ersten Streckenabschnitt:

  • Führung: Bramfeld Dorfplatz bis U-Bahn Kellinghusenstraße
  • Länge: ca, 7,7 Kilometer
  • Fahrzeit: ca. 20 Minuten
  • Benötigte Fahrzeuge: 14 (inkl. Reserve) bei einem 5-Minuten-Takt
Skizze Stadtbahn-Haltestelle Kellinghusenstrasse in Hamburg - Copyright Hochbahn
(Entwurfskizze der Haltestelle "U-Kellinghusenstraße" - zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!)

Hochbahn rechnet mit Anwohnerprotesten

Hochbahn und Stadtentwicklungsbehörde rechnen damit, dass das Planfeststellungsverfahren Ende 2011 abgeschlossen sein könnte. Dies ist allerdings ein sehr ambitionierter Zeitplan, der sich nur umsetzen lässt, wenn es zu keinen Verzögerungen (z.B. durch Anwohner-Klagen) kommt.

Aus diesem Grund will die Hochbahn ab November 2009 den Dialog mit den betroffenen Anwohnern suchen. Vor allem im Bereich um den Winterhuder Markt deuten sich starke Anliegerproteste an, die es zu beruhigen gilt.

Der Zeitplan der Stadtbahnplanung im Überblick:

27.04.2008
CDU und GAL beschließen per Koalitionsvertrag die Einführung der Stadtbahn
18. 09.2008
Die Stadtentwicklungsbehörde (BSU) stellt einen ersten Entwurf für ein Streckennetz vor
08.01.2009 Die BSU präsentiert erste konkrete Planungen zur Pilotstrecke zwischen Bramfeld Dorfplatz und der Kellinghusenstraße
Sommer 2009
Die planende Hochbahn stimmt den ersten Streckenabschnitt mit Trägern öffentlicher Belange ab. Rund 1.400 Hinweise und Kritikpunkte fließen in die weitere Planung mit ein
Herbst 2009
Die Hochbahn beginnt den Dialog mit den betroffenen Anwohnern der Strecke
13.10.2009
Die Hamburgische Bürgerschaft stimmt einstimmig für den Bau der Stadtbahn. Das Projekt wird damit in den Verkehrsentwicklungsplan aufgenommen
25.6.2010
Die BSU stellt erstmals eine Kostenschätzung für die Stadtbahn vor. 57 Millionen Euro soll der Steuerzahler für den ersten Bauabschnitt zahlen
Ende Oktober 2010
Das Planfeststellungsverfahren für den 1. Bauabschnitt (Bramfeld – Kellinghusenstraße) beginnt
November 2010
Hochbahn und BSU beginnen mit der Planung für den 2. Bauabschnitt zwischen Kellinghusenstraße und Altona
Ende 2011
Der Planfeststellungsbeschluss wird erwartet. Die Bauleistungen werden nun ausgeschrieben und die Fahrzeuge bestellt
Frühjahr 2012
Die Bauarbeiten am ersten Streckenabschnitt beginnen
Sommer 2012
Die Planungen für weitere Stadtbahnstrecken beginnen
2014
Die erste Stadtbahn-Teilstrecke zwischen Bramfeld und Kellinghusenstraße geht in Betrieb

Kommentare (6)add comment

C hristoph Rosenau said:

0
Feigenblatt oder tatsächliche Teilnahme?
Die Anrainer der geplanten ersten Strecke wurden - ganz unüblich und sehr lobenswert - über das Planfeststellungsverfahren unterrichtet. Auch darüber, wo und wann sie sich genauer informieren und gegebenenfalls schriftlich Einspruch einlegen können. Bürgerfreundlich wäre es gewesen, diese Orte bürgernah zu wählen: Brakula in Brahmfeld, Haus der Jugend in Steilshoop, Bücherhalle Winterhuder Markt und nicht ausgerechnet die Stadthausbrücke und Wandsbek.
Und wenn man schon so eine gute Idee hat, den Bürger über die Planung und seine Rechte zu informieren, dann wäre es nett, die Information nicht kurz vor Ende der Aktion zu geben, ich bekam den Zettel am 20.11.10,
Ende der Veranstaltung 30.11.10! Öffnungszeiten nur an der Stadthausbrücke bis 19:00, sonst zu den Kernarbeitszeiten der meisten Steuerzahler.
Grundsätzlich halte ich neben den zentripetalen Verbindungen tangentiale schienengebundene Verbindungen für notwendig und würde mich freuen, wenn endlich auch hamburgs einwohnerreichster Stadtteil Rahlstedt angebunden wäre. (Statt der vorgesehenen Erweiterung nach Altona, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln schon jetzt wesentlich besser erreichbar ist.
Eine Anbindung an das vorhandene U-Bahnnetz würde meines Erachtens völlig ausreichen, so wäre von Farmsen aus die U-Bahn Borgweg (über den mittleren Grünstreifen des Wiesendamms) deutlich kostengünstiger zu erreichen, als U-Bahn Kellinghusenstr.
Die Grafik Ohlsdorferstr. haben Sie sich nett zurechtgebogen - oder sie müssen noch ein paar Häuser abreißen, schon jetzt teilen sich Radfahrer und Fußgänger den sehr schmalen Bürgersteig. Sie werden wohl den Autoverkehr dort völlig einstellen müssen - aber ich denke das ist auch politisch gewollt.
November 25, 2010

Steffen said:

0
...
Was für ein Blödsinn. In den 50er Jahren bis 1978 hat man auf Steuerzahlerkosten, dass mit größte Straßenbahnnetz Europas zerstört (DANK NOCH EINMAL AN DIE SPD) und jetzt auf einmal wollen u. a. auch die SPD wieder auf Stuerzahlerkosten aufbauen. Der Charme der alten Straßenbahn ist sowieso dahin, denn alles ist im Hafen-City-Stil modern und seelenlos. Wer braucht schon häßliche u. hypermoderne ICE-Straßenbahn-Optik inkl. anfälliger Technik. smilies/grin.gif
Dezember 24, 2010

Leckermäulchen said:

0
Stadtbahn für Hamburg !!!
Ich versteh nicht, warum eine Stadt wie Hamburg so Ihre Bürger veräppelt?
Über Jahre hinweg werden den Steilshooper & den Bramfeldern ein ordentlicher ÖPNV-Anschluß versprochen. & jedes mal hat man sich hier ver-sprochen.
Mit nur 15.000 Unterschriften hat eine Volksinitiative die Stadtbahn gestoppen können. Warum können die Steilshooper & Bramfelder es nicht umdrehen???? Ich laß was davon, daß dort mindestens 70.000 Leute wohnen. Wenn davon nur jeder zweite für die Stadtbahn unterschreibt, dann könnte sie endlich kommen. Laßt Euch nicht länger von der Politik veräppeln & hinhalten. Macht doch was & ruft alle Leute auf, die davon profitieren. Die Leute in Eppendorf, wo die Trasse auch lang geht, ist bestens am ÖPNV angeschlossen. Dort braucht man eigentlich keine Stadtbahn. Ok. Aber die denken nicht weiter. Es gibt Leute die sind nicht so gut versorgt bzgl. ÖPNV.
Warum bekommt ein Stadtteil, der vor 10 Jahren noch platt war, nächstes Jahr eine fertige U4??? (Ich meine die HafenCity.) Von dort kommt man bequem zu Fuß in die Hamburger City. & viele die sich dort eine Wohnung kaufen können, nutzen lieber das Auto.
Schonmal von Bramfeld aus in die Hamburger Innenstadt gelaufen? Das ist auf jeden Fall "etwas" weiter.
Laßt Euch nicht veräppeln von der Politik. Auch Steilshoop & Bramfeld muß eine ÖPNV-Anbindung per Bahn bekommen. Also los, schließt Euch zu sammen. Es gibt genug Leute, die dafür sind & Unterstützer suchen. & zeigt der SPD, daß die Stadtbahn kommen muß. Meine Unterschrift bekommt Ihr dafür auch.
Sonnige Grüße,
Leckermäulchen
April 29, 2011

MAN SG 192 said:

0
Bremen/Hamburg
Liebe Hamburger !
Seit über 20 Jahren verfolge ich aus Bremen eure Stadtbahnplanung und ihr habt es bis heute nicht geschafft, auch nur einen Meter Gleis zu verlegen.
Wir haben hier in Bremen, seit 1998 etwa 12km Strassenbahnstrecken gebaut/verlängert. Weitere 27km sind im Bau bzw. in der Planung. Das heisst: Ein bereits bestehendes Netz kostengünstig auszubauen.
Für Hamburg wäre eigentlich die U-Stadtbahn die bessere Altanative, auch wenn manche jetzt wieder aufschreien: DAS GEHT NICHT!
In Rotterdam und Amsterdam geht es auch. Ich bin 2003 selbst mit der SNELTRAM 51 in Amsterdam mitgefahren.
Denn Osdorf/Lurup und Steilshoop/Bramfeld müssen immer noch umständlich mit Bussen bedient werden. Auch die M5 (MetroBus) muss auf die Stadtbahn umgestellt werden. Denn Doppelgelenkbusse sind eigenlich nur eine Übergangslösung und keine Dauerlösung.
Im VanHool AGG 300 passen 185 Fahrgäste rein. Unser GT8N-1 der BSAG nimmt 241 Fahrgäste auf und ist traktionsfähig.
Man könnte einige Strecken auf Obus umwandeln, aber die Länge bleibt trotzdem. Laut Olaf Scholz soll Hamburg das modernste Bussystem bekommen. Wie bitteschön meint er das?(SORRY die Frage!)
Aber ab einen bestimmten Punkt fahren Stadtbahnen wirtschaftlicher als der Bus. Schaut mal nach Bremen !
Ansonsten wünsche ich euch viel Spass mit dem eurem "NEUEN Bussystem" !!

Schöne Grüsse aus BREMEN
Mai 02, 2011

Thorsten Bartel said:

0
Bremen macht es vor
Lieber SG 192, es ist völlig richtig, Bremen klotzt in Sachen Straßenbahn nun mächtig ran. Dort hat man erkannt, wie wichtig die Straßenbahn ist. Eine U-Bahn könnte sich Bremen nie leisten und Busse würden vom Fassungsvermögen her nicht ausreichen. Leider haben sie ja mit Bremerhaven auch ein Negativbeispiel in Ihrer Nähe. Dort ist man immer noch der Meinung, die Abschaffung der Straßenbahn sei "goldrichtig" gewesen. Sie sehen, gehen verkehrspolitische Dummheit ist bisher weder an der Wesermündung, noch an der Elbe ein Kraut gewachsen....

Ich selbst kenne die Amsterdamer Sneltram auch. Amsterdam hat mit der Sneltram die Notbremse unter eine völlig überdimensionierte U-Bahnplanung gezogen und dafür gesorgt, den vorhandenen Torso wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen.

Natürlich ginge sowas auch in Hamburg. Der einzige Haken an dieser Sache ist, das man dann ein Hochflursystem hätte, was entweder Klapptrittstufen zur Folge hätte - mit allen negativen Konsequenzen für Rollstuhlwagen / Kinderwagen und Schwerbehinderte - oder aber zwingend Hochbahnsteige. Hochbahnsteige kosten sehr viel Geld und der Raumverbrauch ist auch nicht zu unterschätzen. Somit hätte die U-Stadtbahn wohl langfristig nur auf der M5 eine Chance. Aussrdem sind die vorhandenen Trassen ausser auf der U2 eigentlich nicht mehr aufnahmefähig. Zudem würden evtl Verspätungen in das U-Bahnsystem mit eingefahren werden.

Aber für die M5 wäre mir diese Lösung immer noch lieber als weiter diesen Bussch.....Die M5 könnte in Höhe Dammtorbahnhof in der Erde verschwinden und dann am Jungfernstieg in die U2 eingebunden werden. Allerdings wären die Kosten dafür immens hoch.

Hamburg hat seit JAhrzehnten in Sachen Nahverkehr das Problem, das es das Unmögliche will (U-Bahnstrecken) und das Mögliche (Stadtbahn / Straßenbahn) versäumt.

Aber hier scheint nicht nur das Geld ausschlagebend, vielmehr scheint es der fehlende politische Wille zu sein. Denn für eine Verlängerung der jetzt schon immens teureen Hafen - City - U - Bahn scheint man ja Geld zu haben bzw man scheut sich nicht, darüber laut nachzudenken. Wer 100 Millionen für ein paar Km U-Bahn ausgeben kann, der ist auch in der Lage, ein Niederflustrassenbahnsystem aufzubauen.

Hamburg hat gezeigt, das es die Stadtbahn nicht will und jeglichen vernünftigen Argumenten für die Straßenbahn verschlossen ist. Es leidet offenbar an dem Phänomen, nur sich selbst sehen zu können, denn Bremen ist ja gerade ein Beispiel dafür, wie ein modernes Straßenbahnsystem aussieht und was es zu leisten vermag. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das es in Europa alleine in Frankreich innerhalb von 30 Jahren 25 neue Straßenbahnbetriebe gab.

Statt dessen schaffen es Leute, sog "Stadtbahn - Märchen" zu verbreiten - die fachlich gesehen nachweislich vollkommen schwachsinnig sind - und Politiker die Hamburger zu überzeugen, das eine Stadtbahn unsinnig und teuer ist. Was in Hamburg abgeht, ist ein Stück aus dem verkehrspolitischen Tollhaus, was man sich nur noch so erklären kann, das es hier nicht um die sinnvolle Lösung und Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs geht, sondern darum, das man weiter ungehemmt dem Autowahn fröhnen kann und Herstellern von sog Busbahn - Systemen die Möglichkeit gibt, sich auf Risiko und Kosten der Stadt auszutoben.

Auch hier aber gilt wieder: wer die Erfahrungen der Städte mit solchen Systemen (z.B Caen, Nancy) nicht sehen und gelten lassen will, der ist natürlich dazu verurteilt, die Fehler zu wiederholen.

Im günstigsten Falle wird Hamburg also in ein paar Jahren sehen müssen, wie es die Kosten für den Busverkehr in den Griff kriegt - ich sage nur steigende Spritkosten - oder aber im ungünstigsten Falle mit einem Bus - Bahnsystem dastehen, das ähnlich hohe Kosten oder noch mehr verursacht wie eine Straßenbahn, allerdings aber nicht zu gebrauchen ist.

Nur, solange Politiker für den Murcks, den sie fabrizieren, nicht finanziell belangt werden, wird sich nichts ändern. Der Drops Straßenbahn ist in Hamburg gelutscht. Und es sollten auch keine Gelder mehr für solche Projekte für Hamburg zur Verfügung gestellt werden, zumindest solange nicht, bis man durch Taten wirklich beweist, das man etwas dazu gelernt hat und wirklich eine neue Straßenbahn will.

Mai 04, 2011

W.K. said:

0
Auch Rostock macht es vor
Der Vergleich zwischen Hamburg und Bemen ist gut, er kann aber beliebig ergänzt werden, gerade auch in Norddeuschland. Auch die Rostocker Straßenbahn war Anfang der 80 ger Jahre kurz vor dem Ende, bis die DDR die Notwendigkeit elektrischer Verkehrsmittel erkannte und im Gegensatz zu vielen mit der Wende beerdigten Projekten, wurde die Sadtbahn auch nach 1989 weiter ausgebaut. Elektromobilität sind nicht nur Elektrosmarts oder größere Autos mit Elektrohilfsmotor, die zudem weiter Straßen und Parkplätze verstopfen, die altbewährtese Elektrombiliät ist die auf der Schiene.
Früher oder später wird es übrigens auch in Rostock eine Stadt- Umland Bahn wie in Bremen geben, die Basis ist da und der Wille sie zu bauen, wenn auch nicht sofort, ebenso. Das Alleinstllungsmerkmal hat also nicht Bremen, befindet es sich doch mit dem Stadtbahnbau Deutschland- und weltweit in bester Gesellschaft, das Alleinstellungsmerkmal hat Hamburg, zumindest wenn es sich nicht als Bestandteil der dritten Welt mit ihren Verkehrsproblemen dank fehlender Stadtbahnen sieht. Aber selbst in der dritten Welt erkennt an die Probleme langsam in Hamburg bleibt man hinter Indien oder Kolumbien zurück.
Aber der Rückstand Hamburgs ist ja nicht neu. Die SPD hat die letzten Linien eines durchaus noch als zukünftige Basis einer Wiedererweiterung vorhandenen Netzes mit den irrsinigsten Argumenen eingestellt, als von den U Bahnstädten München über Nürnberg bis Oslo, die Straßenbahnstillegungsbeschlüsse aufgehoben wurden und in Frankrich bereits die ersten Betrebe wieder neu entstanden.
Mai 15, 2011

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