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Stadtbahn am Ende: Planfeststellungsverfahren gestoppt
Stadtbahn am Ende: Planfeststellungsverfahren gestoppt
Dienstag, den 10. Mai 2011 um 18:35 Uhr

Die Stadtbahnplanung in Hamburg ist (wieder einmal) Geschichte. Wie erwartet hat der Aufsichtsrat der Hochbahn in einer Sondersitzung die Einstellung des Planfeststellungsverfahrens beschlossen.
Wie bereits erwartet hat der Aufsichtsrat der Hochbahn die Stadtbahnplanung offiziell eingestellt und das noch laufende Planfeststellungsverfahren gestoppt.
Zuvor war Wirtschaftssenator Frank Horch zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden.
Horch erkläre nach seiner Ernennung: "Hamburg als dynamische, wachsende Metropole braucht Mobilität. Das stellt hohe Anforderungen an den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs."
Die Stadtbahn entsprach diesen Anforderungen offenbar nicht.
Als Alternative hatte Bürgermeister Scholz (SPD) bereits im März die Einführung des "modernsten Bussystems in ganz Europa" versprochen. Um ein Drittel sollen die Kapazitäten ausgebaut werden.
Passiert ist bislang wenig. Nach Informationen der WELT gibt es weder im Rathaus noch in der Behörde für Wirtschaft und Verkehr Ideen zur Umgestaltung. Nur für vier Buslinien (5, 6, 20 und 25) existieren vage "Vorüberlegungen".
Seit 2008 sind rund 8 Millionen Euro in die Stadtbahnplanung geflossen, die nun als verloren betrachtet werden müssen.
Das laufende Planfeststellungsverfahren hätte zum Ende dieses Jahres abgeschlossen werden sollen. Baubeginn für die erste Stadtbahnstrecke in Hamburg wäre im Frühjahr 2012 gewesen.
2014 sollten die ersten Züge zwischen Bramfeld und Winterhude rollen.
Offen ist noch, was mit den bereits in Berlin beantragten Fördergeldern für das 338-Millionen-Projekt passieren soll.
Vermutlich wird sich der SPD-geführte Senat um eine Umwidmung der Mittel für die geplante Verlängerung der U4 zu den Elbbrücken bemühen.
Sollte dies nicht möglich sein, dürften bei einigen deutschen Verkehrsbetrieben die Sektkorken knallen. Sie könnten die für Hamburg "vorreservierten" Fördergelder für eigene Ausbauprojekte nutzen, bzw. unter sich aufteilen.
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Kommentare (3)

W.K.
said:
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... Eine Umwidmung von Geldern auf die bereits im bisherigen Bauabschnitt nur mit massiven Manipulationen bezuschussungsfähige U 4 ist nur möglich, wenn erneut manipuliert wird. Und welchen Grund sollte es dafür geben außer vielleicht das Stimmrecht Hamburgs im Bundesrat abzukaufen. Viele Städete haben fertig durchgerechnete Stadtbahnprojekte in den Schubladen, warum sollten die das Geld nicht bekommen. Zudem bekommt Hamburg ja Geld für seine vielen neuen Autobahnen durch die Wohngebiete. |
Mai 18, 2011
Simon
said:
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U4 tz U4... diese TouristenLinie - nur 4 Km lang und so Teuer - Total Sinnlose Teure Unnötige Proll Linie :-( |
August 13, 2011
thmueller
said:
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Die U4 macht nur Sinn... ...wenn sie unter der Elbe durchkommmt! Wie ich öfter schon erzählt habe, war ich an zwei entscheidenden Tagen im Dienst: Einmal beim GDL-Streik und einmal bei den Bauarbeiten zur Ständerbahn (Abschnitt Elbbrücken - HBF), wo durch das Umkippen eines Baggers die Strecke ganz gesperrt werden mußte. (Sonst ging der Fernverkehr noch durch.) Wir brauchen noch eine Massentaugliche Elbquerung! Ich träume mal: Die U-Bahn rutscht genau unter den vorhandenen S-Bahnhof Veddel, der Busbahnhof wird zu einem Verteiler und eine Stadtbahn macht den Heidenkampsweg und fährt auf ihrer alten Strecke zur Mengestrasse und weiter nach Kirchdorf Süd. Wäre das 'was? Mit stadtbahnfreundlichen Grüssen Thomas Müller |
September 30, 2011
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