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Bürgerdiskussion: Wer die Stadtbahn will, soll umziehen
Bürgerdiskussion: Wer die Stadtbahn will, soll umziehen
Donnerstag, den 21. April 2011 um 10:30 Uhr

Ortstermin im Bramfelder Kulturladen: Die Piratenpartei hat Gegner und Befürworter der Stadtbahn aufs Diskussionspodium gebeten. Dabei gerieten die Gegner in ein ungewohnt scharfes Kreuzverhör.
Totschlagargument! Ungläubiges Gelächter im Saal.
Der oberste Stadtbahn-Gegner hatte es nicht leicht mit dem Publikum in Bramfeld. Immer wieder geriet er ins Kreuzverhör und verfing sich in teils abenteuerliche, teils auch in schlichtweg falsche Argumentationsketten.
So führte Wagener z.B. an, dass viele Städte in Deutschland dabei wären, ihre Stadtbahnsysteme wieder einzustellen, oder an Feiertagen stillzulegen, weil man das Passagieraufkommen überschätzt habe.
Dabei verschwieg er allerdings, dass dies nur auf einzelne Städte ausschließlich in den neuen Bundesländern zutrifft, die seit der Wiedervereinigung unter massivem Bevölkerungsschwund leiden und Stück für Stück "ausbluten". Natürlich muss der öffentliche Nahverkehr diesem Umstand dort Rechnung tragen. Alle Straßenbahnlinien, die dagegen in den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland neu eröffnet wurden, haben die Fahrgasterwartungen ohne Ausnahme (!) übertroffen.
Da Hamburg das Bundesland mit dem größten Bevölkerungswachstum ist, ist im Grunde nicht davon auszugehen, dass neue Verkehrsmittel in dieser Stadt halbleer durch die Gegend fahren – schon gar nicht in innerstädtischen Gebieten, die in Zukunft jährlich durch 6.000 weitere Wohnungen noch zusätzlich verdichtet werden sollen.
Die entlarvende Diskussion sehen Sie hier in einer 45-minutigen Zusammenfassung:
Oder sehen Sie hier die komplette ungekürzte Fassung:
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Kommentare (4)

W.K.
said:
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Herrn Wegener ist kein kein Argument zu dumm Gerade das genannte Beispiel Magdeburg ist zudem so nicht richtig, wie es in der Diskussion vorgebracht wurde. Es fahren sehr wohl auch zu Schwachlastzeiten Straßenbahnen in Magdeburg, und das Straßenbahnnetz wird weiter ausgebaut. Lediglich auf einigen Linien ist während der Schwachlastzeit Busverkehr, der auch sehr gut zu begründen ist. Selbst Deutschlands kleinste Stadt mit Straßenbahn, Naumburg; hat nach Jahren des Niederganges heute wieder Regelbetrieb auf der Straßenbahn. Am bemerkenswertesten war allerdings in der Diskussion tatsächlich, dass es in einer Stadt, die sich frei nennt und angeblich zu den Tugenden der Hanse steht, nicht möglich sein soll zu wohnen, wenn man sich nicht bedingungslos dem Autoverkehr seien es PKW, LKW oder Busse und Boutikenbesitzern bzw. der SPD, unterwirft. Denken ist offenbar in Hamburg verboten, insbesondere für Fremde. Hoffentlich ziehen möglichst viele in Hamburg ansäßige Auswärtige ins Umland oder nach Hannover, Schwerin oder Bremen, denn warum sollten sie ihre Steuern in einer Stadt zahlen, die sie nicht will und die das Geld zudem für Pleitebanken, Philharmonien und Stadtautobahnen hinauswirft, statt für ihre Bürger etwas zu verbessern. Zudem kann sich Herr Scholz nach dem Wegzug aller nicht in Hamburg geborenen dann auch die von ihm vorgeschlagenen Neubaugebiete sparen. |
April 21, 2011
Nahne Johannsen
said:
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Vielleicht sollte Herr Wegener sich selber gedanken zum Umzug machen Werum ist der gute Mann nicht in der Lage sich selber an die eigene Nase zu fassen und selber den Möbelwagen zu bestellen, in eine Stadt ohne Straßenbahn und ohne diese zu planen, und umzuziehen? Der Herr sollte mit guten Beispiel voran gehen! Oder aber mal einen Bildungsurlaub in Saarbrücken machen, wo man die Straßenbahn 1997 wieder eingeführt hat, dort kann der gute Herr sehen, was er für einen Quatsch erzählt. Reisen soll bekanntlich bilden! Karlsruhe wäre auch eine alternative. Gruß Nahne Johannsen |
April 22, 2011
Westfale
said:
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Warum war 'Urbanität' eigentlich kein Thema? Straßenbahnen stehen nicht zuletzt für Urbanität. In Städten wie Mailand, Straßburg oder Wien ist die Straßenbahn auch Teil städtischen Lebens und städtischer Lebensqualität. Eine Straßenbahn hebt die Wohnqualität von Quartieren und Stadtzentren. Eine Straßenbahn ist meist auch ein Element des Stadtbildes, macht eine Stadt unverkennbar, trägt dazu bei, ihr 'Gesicht' zu geben. Nur einmal ist es in dieser Veranstaltung bei Herrn Wagener kurz angesprochen worden, daß sich die 'Investoren' der Hafencity gegen die Straßenbahnpläne dort ausgesprochen hätten, weil die Straßenbahn den Blick auf die 'schönen' Gebäude dort nehmen würde. Das Gegenteil ist der Fall, eine Straßenbahn macht Städte mit eindrucksvoller Architektur besonders 'erfahrbar' - zum Beispiel in Lissabon. Hamburg kann von einer Straßenbahn nur profitieren. |
April 27, 2011
hamburger
said:
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Stadtbahn viele sind einfach zu faul,oder bequem mal vom Auto weg zu kommen.Für jeden kleinen Scheiß müssen die Menschen das Auto nehmen,auch wenn der Zigarettenladen um die ecke ist. Wird höchste Zeit, dass wir für eine bestimmte Zeit ein Fahrverbot in der Woche bekommen. Ständig sind viele nur am Shoppen fahren, wo man auch mal mit der Bahn hinkommt.Die stadtbahn würde für viele die kein Auto haben, besser aus ihren Stadtteilen raus kommen. |
Juli 03, 2011
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