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Hamburg-Wahl: 66% der Direktkandidaten sind für die Stadtbahn
Hamburg-Wahl: 66% der Direktkandidaten sind für die Stadtbahn
Freitag, den 11. Februar 2011 um 14:38 Uhr

Überraschende Auszählung zur Hamburg-Wahl: Eine Zweidrittel-Mehrheit der Direktkandidaten aller Bürgerschaftsparteien ist für die Stadtbahn. Das hat eine Auswertung des "Kandidatenchecks" auf ndr.de ergeben.
Selbst innerhalb der SPD, die sich im aktuellen Wahlkampf klar gegen die Bahn positioniert, gibt es unter den Kandidaten eine Mehrheit für den Bau. So sieht die Lokstedter SPD-Spitzenkandidatin Dr. Monika Schaal in der Stadtbahn eine "Lösung für die Transportprobleme der Zukunft", die Bahn sei "klimafreundlich und viermal preiswerter als neue U-Bahnlinien". Und der Bramfelder SPD-Direktkandidat Jens-Peter Schwieger ergänzt: "Ich unterstütze die Pläne zur Stadtbahn und hoffe auf einen Erfolg der (Volks-)Initiative StadtbahnJA!". Auch die Wandsbeker SPD verspricht sich von der Stadtbahn Vorteile. Vize-Fraktionsvorsitzende Anja Quast hält die Bahn für ein "Zukunftsprojekt, das insbesondere den Bezirk Wandsbek voranbringen kann".
Harry Schaub, Sprecher der Volksinitiative StadtbahnJA! sieht in den Zahlen einen klaren Beleg dafür, dass die SPD bei weitem nicht so geschlossen gegen die Stadtbahn ist, wie Spitzenkandidat Scholz es gern glauben machen will. "In meinen Augen ist die SPD beim Thema Stadtbahn intern zerstritten – mit einer Mehrheit für die Stadtbahn. Ich gehe davon aus, dass sich die Stadtbahn-Befürworter in der SPD nach der Wahl deutlich zu Wort melden werden, so der Leiter von StadtbahnJA!.
So stehen die 304 befragten Direktkandidaten der Parteien zur Stadtbahn:

Quelle: NDR-Kandidatencheck , Stand 08.02.2011, 10 Uhr
Sie möchten wissen, wie die Direktkandidaten in Ihrem Wahlbezirk zur Stadtbahn und weiteren Nahverkehrsthemen stehen? Dann besuchen Sie den Kandidatencheck des Norddeutschen Rundfunks.
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Kommentare (2)

W.K.
said:
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Stadträte klüger als ihr Vormann Offenbar sehen die Stadträte auf das tatsächliche Wohl der Stadt und ihrer Bürger im Gegensatz z. B. zu Bürgermeisterkandidat Scholz. Bei Treibstoffpreisen über 1,50 Euro, auch für Busse, und nicht mehr bezahlbaren Straßenunterhaltungskosten müsste eigentlich in einer Stadt, die sich Umwelthauptstadt nennt und unter Kandidaten, die sich andauernd für Elektromobilität aussprechen, die Stadtbahn eigentlich erfunden werden, so es sie nicht bereits seit über 150 Jahren gäbe. Dass es in Deutschland von Augsburg bis Zwickau und Bremen Stadtbahnen gibt, kommt ja nicht von ungefähr. Hamburg ist Deutschlands mit Abstand größte Stadt ohne Straßenbahn. Da sagt einfach die Wahrscheinlichkeit, dass nicht alle anderen dumm sind, nur Hamburg nicht. Es sagt vielmehr dass Hamburg mit der Abschaffung des einstmals fast größten deutschen Straßenbahnnetzes einen Fehler begangen hat und nicht die anderen. Und dass es überfällig ist, dass dieser Fehler endlich bereinigt wird, hat nicht nur der frühere SPD Fraktionsvorsitzende Elste erkannt. Es haben Politiker aller Parteien erkannt, vielleicht mit Ausnahme der Partei für Besserverdienende, denen bereiten Spritpreis und Sozialverträglichkeit auch der Mobilität ja keine schlaflosen Nächte, und des SPD Kämpfers für VW, Opel und seine Freunde. Dabei werden in Deutschland nicht nur Autos sondern auch Schienenfahrzeuge gebaut, also zieht selbst dieses Argument nicht, aber was interessiert das den einstigen Machtklüngel des Autokanzlers und Gasprommanagers Schröder und da war ja Herr Scholz ganz vorne mit dabei. |
Februar 12, 2011
Dietrich Bählkow
said:
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Stadtbahnsystem kommt so oder so Der aktuelle Verzicht Hamburgs auf ein oberirdisches Stadtbahnsystem ist m.E. auch dahingehend zu untersuchen, dass Hamburgs Hoflieferant von Stadtbussen nun mal keine Schienenfahrzeuge baut. Hamburg hat sich sehr frühzeitig an der Entwicklung von geeigneten Stadtbussen beteiligt und dafür bestimmt entsprechende Gegenleistungen erhalten. Das ändert aber nichts daran, dass die Stadtbahn auch für Hamburg kommen wird und zwar schneller, als es mancher heute glauben mag. |
Oktober 19, 2011
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