Senat startet Bürgerforum für die Stadtbahn
Montag, den 22. November 2010 um 15:09 Uhr

Stadtentwicklungsbehörde und Hochbahn setzen Ihre Transparenz-Offensive fort. Ab Dezember soll in einem speziellen Bürgerforum über die Stadtbahn-Planung diskutiert und beraten werden.
Stadtentwicklungssenatorin Hajduk verspricht sich vom „Bürgerforum Stadtbahn“ einen Lernfortschritt auf beiden Seiten. Hochbahnchef Elste betonte, dass es bei vorherigen Verkehrsbauvorhaben in Hamburg noch nie eine so frühe und umfassende Bürgerbeteiligung gegeben habe.
Planungen für 2. Bauabschnitt beginnen
Unterdessen schreiten die Planungen für das Stadtbahnprojekt immer weiter voran.
Am Mittwoch, den 23.11.2010, will der Hamburger Senat den Planungsbeginn des 2. Bauabschnittes vom U-Bahnhof Kellinghusenstraße nach Altona beschließen. Außerdem soll die Hochbahn beauftragt werden, einen dritten und vierten Planungsabschnitt auszuwählen – z.B. von Altona nach Osdorf oder von der Hoheluftchaussee Richtung Innenstadt.
Genaue Zahlen zur Wirtschaftlichkeit liegen endlich vor
Inzwischen wurde auch genaue Zahlen zum volkswirtschaftlichen Nutzen der Stadtbahn bekannt.
Nach Berechnung eines externen Gutachters erreicht die geplante Startstrecke Bramfeld-Altona einen Kosten-Nutzen-Faktor von 1,18. Das heißt, schon die erste Stadtbahnstrecke ist wirtschaftlich sinnvoll – für jeden investierten Euro hat die Volkswirtschaft einen Nutzen in Höhe von 1,18 Euro.
Die Errechnung des Kosten-Nutzen-Faktors verläuft nach einem komplizierten standardisierten Verfahren, das jedes Verkehrsbauprojekt durchlaufen muss um Fördergelder des Bundes beantragen zu können. Nur bei einem KN-Faktor über 1 sind Bauprojekte grundsätzlich förderfähig.
Die Stadtentwicklungsbehörde geht davon aus, dass die ersten vier Bauabschnitte mit einer Streckenlänge von 28 Kilometern ungefähr 1 Milliarde Euro kosten werden. 364 Millionen Euro sollen Hochbahn und die Stadt Hamburg übernehmen. Die Kosten sollen sich auf einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren verteilen.

W.K.
said:
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... Offenbar hat der Hamburger Senat aus Stuttgart 21 aber auch aus der zunehmenden Ablehnung der Stadtbahn, da die Bevölkerung eh nicht mehr an deren Verwirklichung glaubt, gelernt. Die Bürgerbeteiligung ist gut, jetzt fehlt nur noch, dass die GAL nicht nur auf Hochglanzbröschüren verkündet wie schön eine Stadtbahn wäre, sondern endlich konkret etwas dafür tut. Sie hatte ja lange Zeit. Als Frau Haiduk Senatorin wurde, hätte der Betriebshof umgehend genemigt und dann begonnen werden können. Er ist ja seit mindestens 10 Jahren fertig geplant. Und auch von der Strecke wäre schon etwas zu sehen, zumindest in Steilshoop, hätte die GAL die Stadtbahn nicht für einen Selbstläufer gehalten. Das wäre vielleicht in Städten möglich gewesen, wo die Bürger noch täglich Straßenbahnen sehen, im straßenbahnentwöhnten Hamburg wurde diese Ganzheitsstrategie als Verzögerungstaktik aufgenommen und war damit genau der falsche Ansatz. In Kiel verhält es sich ja ähnlich. Dort wird die Stadt Umland Bahn auch langsam aber sicher zerredet und zu Tode geplant. Der große Wurf fehlt. Hoffen wir nur, dass nichts dazwischen kommt und nach den Kommunalwahlen der neue Senat auch noch zur Stadtbahn steht und dann endlich wirklich Nägel mit Köpfen macht. |
!!!
said:
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... Bürgerbeteiligung schön und gut - und im Allgemeinen natürlich auch sehr lobenswert, aber was bringt ein Bürgerforum, wenn die Planung doch schon längst begonnen hat??? Die Ergebnisse der öffentlichen Diskussionen haben bestenfalls kleine "Schönheitskorrekturen" an Planungsdetails zur Folge, aber Einfluss auf wichtige Entscheidungen hat der Bürger somit garantiert nicht. Sehr scheinheilig... |
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